EHRENBUCH

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Das Ehrenbuch erinnert an Studenten und Angehörige der Universität Leipzig, die in der Zeit der beiden deutschen Diktaturen verfolgt wurden, ihr Eintreten für Demokratie und Menschenrechte mit dem Leben bezahlt haben oder eingekerkert worden sind. Das Ehrenbuch enthält die Namen der Todesopfer und die Namen der Verfolgten von 1933 bis 1989; biographische Angaben umfassen die Herkunft, die Beziehung zur Universität und die Daten der Verfolgung.

Die Liste mit den hingerichteten, ermordeten und in der Haft verstorbenen Personen umfasst 16 Namen. Für die Nazizeit sind das Margarete Blank und Maria Grollmuss, die an der Universität Leipzig promoviert haben, Margarete Bothe, die an der Universität Leipzig Geschichte, Germanistik und Geographie studiert hat, Prof. Dr. Lazar Gulkowitsch, von 1932-33 Professor für jüdische Religionsgeschichte an der Universität Leipzig, Siegmund Hellmann, von 1923-33 Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Leipzig, Hermann Reinmuth, der an der Universität Leipzig Rechtswissenschaft studierte und hier auch promovierte, und Georg Sacke, dessen Promotion und Habilitation an der Universität Leipzig erfolgten. Nach dem Krieg wurden ermordet die Studenten Herbert Belter (Volkswirtschaft), Heinz Eisfeld (Medizin), Jutta Erbstößer (Rechtswissenschaft), Werner Ihmels (Theologie), Ingolf-Ariovist Klein (Philosophie), Horst Leissring (Rechtswissenschaft), Gerhard Rybka (Veterinärmedizin), Axel Schroeder (Theologie) und Helmut Sonnenschein (Mathematik, Physik und Philosophie) der an der Universität Leipzig promovierte. Die Liste derjenigen, die zwischen 1933 und ’89 Konzentrationslager, Sonderlager und Zuchthaus erleiden mussten, umfasst 102 Namen.